Ein Tag down under

Ein Tag down under – unter diesem Motto stand das letzte Wochenende. Es war mal wieder soweit! Der besonderer Geocache „Dark Dome“ stand auf dem Programm.
Bevor die Fledermaussperre (01.10.-31.03.) “zuschlägt”, wollten wir uns noch ein Höhlenerlebnis gönnen und so ging’s mit wz19 zum Rossgallschacht bei Grabenstetten.

Am Eingang zur Höhle angekommen kam ich erstmal kurz ins Stutzen…also soooo eng is das aber jetzt nicht!
Nachdem ich meine Extremitäten einigermaßen sortiert hatte und mich die ersten Meter durch den Eingang gewurschtelt hatte war aber sofort klar: Okay… DAS is jetzt eng…   und es sollte noch enger werden.

Aber es hilft ja nix … und nach weiteren ungefähr 5 Metern durch den Fels kamen wir schon in einen größeren Vorraum.
Wenn man sich hier auf dem Bauch liegend auf einem Felsblock etwas nach vorne robbt kann man schon einmal einen kleinen Blick nach Down Under bzw. in den “Schlund” mit seinen 6 Metern Durchmesser werfen … zwar nicht allzu weit, aber für einen ersten Eindruck reicht es auf alle Fälle! WOW!  

Nachdem das Seil an den hier angebrachten Haken penibel festgemacht war, war es Wolfgang der sich als Erster ins Dunkle abseilte… langsam aber stetig wurde das Licht seiner Stirnlampe immer schwächer und schwächer bis nichts mehr von ihm zu sehen war… allerdings hörte ich deutlich seine Begeisterung!
Nun hieß es auch für mich: Abwärts bitte! Nächster Halt: Schachtboden! Feuersalamander, Dreck und Matsch!

Je tiefer es in den Schacht hinein ging, desto größer wurde mein Glücksgefühl… Was ist das nur für ein Anblick! Traumhaft! Einfach unbeschreiblich!

Nach dieser unvergesslichen “Fahrt” empfingen mich ca 35 Meter down under ein leider verblichener Siebenschläfer und ein breit grinsender Wolfgang.

Zum Feiern ist es allerdings noch zu früh … der Aufstieg liegt ja noch vor uns !

Ein schneller Eintrag im Logbuch und dann wurden die fantastischen und fast unwirklichen Formen der Versinterungen betrachtet und ausgiebig fotografiert.
Nachdem alles wieder verpackt war ging es an den schweißtreibenden Aufstieg. So quasi “Wange an Wange” mit dem Schacht ging es langsam aber sicher wieder hinauf und das Erlebnis Rossgallschacht bzw.“The Dark Dome” war auch (fast) schon wieder vorbei.
Wieder durch die diversen Engstellen bis zum Ausgang wurschteln und wir standen im Sonnenschein und beschlossen: JETZT ist Zeit zum Feiern!!!

Zurück am Parkplatz kam von Wolfgang der Vorschlag doch noch “kurz” den Cache “The Dark Side of the Alb – Gustav-Jakob-Höhle” zu machen.
Also nix wie los zum Höhleneingang um die benötigten Informationen zu sammeln. Dass es hier zwei Ein- bzw. Ausgänge gibt wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Auf meine Frage, ob man diese Höhle normal begehen kann hieß es: “Ja – das ist ne Durchgangshöhle. Das geht schon.”

Notiz an mich selbst: wenn wz von “gehen” in Verbindung mit Höhlen spricht: VOOORSICHT!   

Am Eingang angekommen: weit und breit kein Schild. Gut – das muss dann wohl gleich drin irgendwo sein? Oder auch nicht.
Stattdessen hieß es wieder: robben, kriechen, schlufen, Beine sortieren.
Plötzlich vernahm ich von Wolfgang den Satz: “Und wir machen das alles OHNE Döschen! Is ja fast schon bedenklich?!”
WAS??? WIE BITTE??? OHNE DÖSCHEN???

Na ja… so ganz stimmte das ja nicht! Denn als wir nach ca. 400 Meter wieder ans Tageslicht kamen standen wir auch “schon” vor dem Schild, das wir zur Beantwortung der Fragen für’s Final brauchten.
Und was soll ich sagen? Der Weg zum tatsächlichen Döschen führte uns erneut in den Untergrund!
Wer hätte das gedacht!?

Fazit: man muß nicht durch die Gustav-Jakob-Höhle –  aber man SOLLTE dringend.
Diese 1936 entdeckte Höhle hat einiges zu bieten. Mit gerade mal 25 Metern Höhenunterschied verläuft der der ca. 420 Meter lange Gang fast horizontal durch den Fels und unterwegs gibt es viele verschiedene Arten von kleinen Tropfsteinen bis hin zu zahlreichen Versinterungen zu bestaunen. Besonders sehenswert ist hier die Halle kurz nach dem Eingang bzw. kurz vor dem Ausgang in der man mal wieder ein paar Meter den aufrechten Gang probieren kann.

Nach etwas mehr als 4 Stunden Klettern, Kriechen, Schnaufen und Staunen war ich wieder zu hause.
Dreckig bis hinter die Ohren, aber voll von neuen wunderbaren Eindrücken, von denen ich noch lange zehren werde.

In der nachfolgenden Galerie noch einige beeindruckende Fotos vom Inneren des Rossgallschachtes:

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